HERMANN FILLITZ

Kunstgeschichte

Geboren am 20. April 1924. Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie an der Universität Wien. Promotion 1947. Ab 1948 siebzehnjährige Tätigkeit am Kunsthistorischen Museum. Dort besorgte Fillitz erstmals nach dem Krieg die Aufstellung der Geistlichen Schatzkammer (1952), die der Weltlichen Schatzkammer (1954) und 1964 die der Sammlung für Plastik und Kunstgewerbe (heute „Kunstkammer“). 1967-1974 war Fillitz o. Professor für Kunstgeschichte an der Universität Basel, 1974-1994 an der Universität Wien. 1982 bis 1990 war er Erster Direktor des Kunsthistorischen Museums. Fillitz war Chairman der geisteswissenschaftlichen Sektion der European Science Foundation in Straßburg und mehrere Jahre auch Präsident des Comité International d’Histoire de l’Art. 1983 organisierte er in Wien den Internationalen Kunsthistoriker-Kongress.

Publikationen
Denkmale der deutschen Kaiser und Könige. Bd.2 1979
Propyläen-Kunstgeschichte, Bd. Mittelalter I, 1969
Geschichte der Bildenden Kunst in Österreich. Sechs Bände. 1998-2003

Hermann Fillitz gehört jener Generation von Museumsdirektoren an, deren Arbeit noch ganz von wissenschaftlichen Aspekten geleitet war. Gleichzeitig aber hat es Fillitz unternommen, Kunstgeschichte über das engere Fachpublikum hinaus bekannt zu machen. Er begann, das Kunsthistorische Museum für den sich anbahnenden internationalen Kultur-Tourismus zu öffnen. Dass dies von der Politik auch budgetär begriffen werden sollte, dafür erhob er öfter auch öffentlich seine Stimme.