VALIE EXPORT

Multimediakünstlerin

Geboren am 17. Mai 1940 in Linz als Waltraud Lehner (verh. Stockinger), ab 1967 Künstlername VALIE EXPORT. Zuvor von 1955 bis 1958 Kunstgewerbeschule in Linz und 1960 bis 1964 HTL für Textile Gestaltung in Wien. 1968 Tapp- und Tastkino, 12 Sekunden ohne visuelles Erleben, 1977 Teilnahme an der documenta 6, 2007 an der documenta 12, 1980 ist VALIE EXPORT gemeinsam mit Maria Lassnig Vertreterin Österreichs auf der Biennale in Venedig.
Seit den 1970er Jahre Vorträge und Professuren zu Film und Kunst an verschiedenen europäischen und amerikanischen Universitäten und Kunsthochschulen.
1991-1995 o. Professorin für Gestaltung mit technischen Bildmedien/Visuelle Kommunikation an der Hochschule der Künste in Berlin. 1994/95 Vizepräsidentin dieser Hochschule.
1995-2005 o. Professur für Multimedia-Performance in Köln.
2009 Kommissärin des Österreich-Pavillon bei der Biennale in Venedig (mit Silvia Eiblmayr).

Werke (Auswahl)
1976/1977 Film „Unsichtbare Gegner“ mit Peter Weibel
1984 Film „Die Praxis der Liebe“
1988 mit Peter Weibel und Susanne Widl „Stimmen aus dem Innenraum“ für die Ars Electronica in Linz

Seit 1968 internationale Ausstellungstätigkeit u.a. Centre Georges Pompidou, Paris; The Museum of Modern Art, New York; Institute of Contemporary Art, London; Biennale di Venezia, Venedig; documenta, Kassel; MoCA, Los Angeles; Stedelijk Museum, Amsterdam; MUMOK, Wien; Generali Foundation, Wien; P.S.1 Contemporary Art Center, New York; Shanghai Art Museum, Shanghai; Palais des Beaux-Arts, Brüssel; Tate Modern, London; Metropolitan Museum of Art, Seoul, Korea; Metropolitan Museum, New York; ars electronica, Linz.
Teilnahme an internationalen Film- und Videofestivals u.a. International London Filmfestival; Filmex, Los Angeles; Internationale Filmfestspiele Berlin, Cannes, Montreal, Vancouver, San Francisco, Locarno, Hongkong, Sydney, New York.

VALIE EXPORTs künstlerische Arbeit umfasst u.a. Video, digitale Fotografie, Installation, Body Performance, Spiel-, Experimental- und Dokumentarfilm, Expanded Cinema, konzeptionelle Fotografie, Objekte sowie Texte zur Kunstgeschichte und zum Feminismus. Ihre Arbeiten beschäftigen sich häufig mit Untersuchungen, die mediale Wirklichkeit zu erfahren, die Wirklichkeit, die sich durch Medien darstellt; VALIE EXPORT nennt diese Arbeiten „Mediale Anagramme“.

„Feministische Kunst“ wäre eine zu stark verkürzte Beschreibung für das Schaffen von VALIE EXPORT. Sie hat mehrere Grenzen durchbrochen. Sie hat mit ihrem Tastkino ein besonders kreatives Zeichen für eine die Geschlechterrollen und die Kunstsparten überwindende Performance gesetzt. Die Film-Events (vor allem mit Peter Weibel) haben schließlich die multimediale Kunstentwicklung international wesentlich geprägt.

www.valieexport.org