PETER SLOTERDIJK

Philosoph/Schriftsteller

Geboren am 26. Juli 1947 in Karlsruhe. Mutter Deutsche, Vater Niederländer. Studierte von 1968 bis 1974 in München und Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik. Unter ersten Arbeiten Anfang der 70er Jahre ist sein Essay „Michel Foucaults strukturale Theorie der Geschichte“ zu nennen. Seine Doktorarbeit 1976 beschäftigte sich unter dem Haupttitel „Literatur und Organisation von Lebenserfahrung“ mit Autobiografien der Weimarer Republik. 1978 bis 1980 war er in einem Bhagwan-Zentrum in Indien. Seit 1988 hatte er mehrere Lehrstühle inne, 1993 übernahm er das Institut für Kulturphilosophie an der Akademie der bildenden Künste am Schillerplatz in Wien und wechselte dort 2001 auf eine Vertragsprofessur. Im selben Jahr wurde Sloterdijk Rektor der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und Professor für Philosophie und Ästhetik.

Werke (Auswahl)
Kritik der zynischen Vernunft, 1983
Zur Welt kommen – zur Sprache kommen, Frankfurter Vorlesungen, 1988
Vor der Jahrtausendwende. Berichte zur Lage der Zukunft, 1990
Im selben Boot. Versuch über die Hyperpolitik, 1993
Falls Europa erwacht, 1994
Sphärentrilogie, 1998/1999/2002
Regeln für den Menschenpark, 1999
Die Verachtung der Massen. Versuch über Kulturkämpfe in der modernen Gesellschaft, 2000
Nicht gerettet. Versuche nach Heidegger, 2001
Luftbeben. An den Quellen des Terrors, 2002
Im Weltinnenraum des Kapitals, 2005
Gottes Eifer. Vom Kampf der drei Monotheismen, 2007
Theorie der Nachkriegszeiten, 2008
Du mußt dein Leben ändern. Über Anthropotechnik, 2009

Peter Sloterdijk ist der wahrscheinlich umstrittenste deutsche Philosoph der Gegenwart. Seine eigenwilligen, oft riskant aktuellen Interpretationen von Zeitphänomenen setzt er freilich nicht nur in die philosophische Tradition (um sie neu zu denken), sondern auch in die Kontinuität der Riten und Parabeln. Deshalb steht am Ende des Buches „Gottes Eifer“ eine Neuinterpretation von Lessings Ringparabel.

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