PETER NOEVER

Designer

1986 bis 2011 CEO und künstlerischer Leiter MAK Wien/Los Angeles. Gründer des MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles (mit 3 Häusern von Rudolf M. Schindler), 1994 mit dem Schindler Artists- und Architects in Residence-Programm. 2010 initiierte Noever die MAK UFI – Urban Future Initiative („Urban Future. Manifestos“, herausgegeben von Peter Noever, Kimberli Meyer, Hatje Cantz Verlag, 2010), Los Angeles. 2000 Entwicklung des Projekt CAT – Contemporary Art Tower in Wien (mit künstlerischen Interventionen von Jenny Holzer und James Turrell). „Eine radikal neue programmatische Strategie, die den komplexen Anforderungen heutiger künstlerischer Produktionen gerecht wird.“ 2006 Gründung des Josef Hoffmann Museum, Brtnice, Tschechische Republik, eine Expositur der Mährischen Galerie in Brno und des MAK. Unmittelbar nach seinem Rücktritt nach 25jähriger Tätigkeit als MAK Direktor, organisierte Eric Owen Moss (Direktor SCI-Arc) zusammen mit Douglas Chrismas, Frank O. Gehry, Greg Lynn, Jeffrey Kipnis, Thom Mayne und Wolf Prix die Ausstellung „The (Secret) Return of … (NO EVER)“ im ACE Museum/Gallery, Los Angeles.­­

2000 tritt Noever auf persönliche Einladung von Franz West dem Archiv Franz West bei, seit 2012 ist er Vorstandsmitglied. 2001 bis 2012 war er Vorstandsmitglied der Günther Domenig Privatstiftung, 2005/2006 deren Vorstand. 2016 wurde Peter Noever als Kandidat für die Position des Dean der „UCLA School of the Arts and Architecture“ in Kalifornien nominiert. Noever hat als Ausstellungsmacher über 350 Ausstellungen realisiert, unter anderem in Wien, Los Angeles, Venedig, New York, Moskau, Tokio, Berlin, Prag, Brtnice, Budapest, Shenzhen, St. Petersburg und Havanna. 2014 Goldener Löwe der 14. Architektur Biennale Venedig für die Ausstellung „Crow’s Eye View: The Korean Peninsula“. Noever war Mitglied des Kuratoren-Teams für den Südkoreanischen Pavillon.
Weltweit Gastvorträge an maßgebenden Kunst- und Architekturinstitutionen.

Auszeichnungen (Auswahl)
2015 Georg Heindl Kulturpreis
2010 Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien
1997 Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst
1996 Museum of the Year Award of the Council of Europe (an das MAK)
1991 PAN-Preis Frankfurt / Bester Ausstellungsmacher

Ausstellungen und Projekte, Kuratorentätigkeit (Auswahl)
2019 wurde „Die Grube“ unter Denkmalschutz gestellt.
Das Land-art Projekt in Breitenbrunn am Neusiedlersee, das seit den frühen 1970er-Jahren besteht, wird laufend weiterentwickelt.
2019 Bombay Beach Biennale 2019. Bombay, Kalifornien
2019 „Obessions In_Focus. Confrontations, Experiences, and Glowing Friendships“, Manifeste und Video Portraits von Raimund Abraham, Vito Acconci, Günther Domenig, Zaha Hadid, Magdalena Jetelová, Eric Owen Moss, Walter Pichler, Wolf D. Prix, Bernard Rudofsky, James Turrell, Franz West, und Lebbeus Woods. SCI-Arc, Los Angeles
2018 Vadim Kosmatschof „Sculpture“. The New Tretyakov Gallery, Moskau gemeinsam mit Kirill Svetlyakov und Anna Mapolis
Seit 2018 Ausstellung “declared_”. Peter Noever/Andrea Lenardin, Start in der Galerie Rauminhalt, Wien; Tour durch verschiedene Städte, unter anderem gezeigt im NYCxDesign, New York
2017 Lichtskulptur „Fountain“ von Brigitte Kowanz, ein neues Wahrzeichen für St. Pölten
Noever hat über 20 Skulpturen im öffentlichen Raum in Wien, Los Angeles und Venedig platziert. U.a.: Zaha Hadid, „Trompe l’Oeil“ im Winterpalast (Stadtpalast) von Prinz Eugen im Belvedere, Wien.
2014–2016 Erstellung des Archivs mit begleitenden Ausstellungen "Vienna for Art's Sake!" (Archive Austria) und "Germany, mon amour!" (Archive Germany) für Luciano Benetton‘s Sammlung "imago mundi"
2012/2013 Organisation der Symposien „never again resistance?“ und „Expression“ gemeinsam mit Mark Mack/UCLA. SteinHaus (Günther Domenig, 1982 bis 2008), Kärnten
2011 4th Guangzhou Triennial. Guangdong Museum of Art, Guangzhou
2011 54. Biennale Venedig. Kurator der Ausstellung “Koen Vanmechelen, Nato a Venezia/Open University of Diversity” im Palazzo Loredan; Präsentation von “glasstress” – ortsspezifische Arbeiten von Erwin Wurm (Narrow House), Kendell Geers, Zaha Hadid, Magdalena Jetelová, Michael Kienzer, Koen Vanmechelen und Kiki Smith im Palazzo Cavalli Franchetti
2010 “Blumen für Kim Il Sung“. Erste umfassende Präsentation über Kunst und Architektur Nord-Koreas (Demokratische Volksrepublik Korea) außerhalb des Landes
1995/96 “The Havana Project” - internationale Architektur-Konferenz in Havanna/Kuba. Teilnehmer: Lebbeus Woods, Eric Owen Moss, Thom Mayne, C.P.P.N., Wolf D. Prix, Carme Pinós.

Bibliografie (Auswahl)
2019 Noever, Peter: Obsessions In_Focus: Confrontations, Confessions and Glowing Friendships. Los Angeles: SCI-Arc
2016 Noever, Peter (Hrsg.): Germany, mon amour! - contemporary in Germany - art, architecture, design. Crocetta del Montello (Treviso): Antiga Edizioni
2012 Noever, Peter (Hrsg.): design now what if …?, Wien: no/ever art edition
2008 Ramin Schor, Gabriel (Hrsg.); Peter Noever. Chronisch. Obsessiv. Die Gegenwart muss erst erkämpft werden. Schriften und Interviews. Nürnberg: Verlag für moderne Kunst
2004 Noever, Peter (Hrsg.): Referenzen an das Unbestimmte – Die Kunst. Die Künstler. Das Kunstmuseum. Wien: MAK
2003 Noever, Peter (Hrsg.): Architectural Resistance. Berlin: Hatje Cantz Verlag
2001 Noever, Peter (Hrsg.): Museen ohne Zukunft – Künstlerpositionen. Wien: MAK
1995/1996 Noever, Peter (Hrsg.): The Havana Project. Katalog zur Architektur-Konferenz in Havanna mit einem Vorwort von Fidel Castro.
1988 Kunst und Revolution / Art and Revolution. Russische und sowjetische Kunst 1910-1932. Hrsg. Kulturministerium der UdSSR (erstmalige Präsentation der konstruktivistischen Bewegung außerhalb des Landes)

Peter Noever hat die Umwandlung der österreichischen Museumslandschaft in moderne Szenarien durch seine Interpretation des MAK in die Wege geleitet. Gleichzeitig hat er das MAK in Wien und Los Angeles für Architektur und experimentelles Design geöffnet. Noever beteiligt sich rege an Kunstdebatten und setzt sich intensiv mit Fragen der Stadtplanung auseinander. Noevers Selbsteinschätzung: „Chronisch obsessiv“.

 

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