NOBUYOSHI ARAKI

Fotokünstler

Geboren am 25. Mai 1940 in Minowa, Tokio. Studierte 1959 bis 1963 Fotografie an der Chiba Universität und begann, für eine Werbefirma zu arbeiten.
1964 erster Bekanntheitsschub mit Fotografien von Kindern der Stadt. Seit 1970 Lösung von der Presse- und Dokumentarfotografie und Hinwendung zu erotischen, aber auch (nach europäischer Auffassung) masochistischen Bildern. Die Folge: Zahlreiche Zensurmaßnahmen der japanischen Behörden. Ausstellungen u.a. in der Wiener Secession und im Rahmen von museum in progress mit einem Fesselbild in der österreichischen Tageszeitung Der Standard.

Araki hat mehr als 350 Bücher veröffentlicht, u.a. „Sentimental Journey“, ein Fotobuch über die eigene Hochzeitsreise 1965, „Self, Life, Death“ erschien 2005 bei Phaidon Press, New York, „Kinbaku” erschien 2008 in der Jablonka Galerie Berlin.
Der Film „Arakimentari“ von Travis Klose zeigt Arakis Positionen zur Liebe und Anschauungen der Sängerin Björk über Araki.

Ausstellungen (Auswahl)
1993 Museum Folkwang Essen; Kunsthal, Rotterdam
1995 Institute of Contemporary Art, Boston; Museum of Contemporary Art Tokyo; The Art Gallery of New South Wales, Sydney
1996 Pace Wildenstein and Macgill, Los Angeles; Museum für Moderne Kunst, Frankfurt; Sprengel Museum, Hannover; Kunsthalle Basel    
1997 Secession, Wien; KIASMA Helsinki, Finland; Arken Museum für Moderne Kunst, Kopenhagen; Hara Museum of Contemporary Art, Tokyo   
1998 The Photographers Gallery, London; Musée d’art Moderne de la Ville de Paris; De Appel, Amsterdam; Deichtorhallen Hamburg
1999 Kunsthalle, Wien; Museum für Moderne Kunst, Frankfurt; Taipei Fine Arts Museum, Taipei; Contemporary Art Gallery, Vancouver
2000 Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Gent; Centre national de la photographie, Paris
2001 Rupertinum in Salzburg; Hayward Gallery, London; Setagaya Museum, Tokyo, Japan
2002 Maison de la Photographie, Moskau; Fondazione Querini Stampalia, Venedig; Ilmin Museum of Art, Seoul
2004 Frans Hals Museum, Haarlem; Kitano Cultural Center, Nagano
2005 Fondation Beyeler, Riehen; Palais de Tokyo, Paris, France 
2006 Kunst-Werke Berlin; P.S.1 Contemporary Art Center, New York, MUMOK, Wien; Pinakothek der Moderne, München
2007 Dundee Contemporary Arts - DCA, Dundee; Kulturhuset, Stockholm 
2008 Kunstmuseum, Wolfsburg; Kestnergesellschaft, Hannover

Mit seiner kompromisslosen Fotografie hat Araki die japanische Fotografie revolutioniert. Seine Hartnäckigkeit hat auch zu einer liberaleren Kunst-Gesetzgebung in Japan geführt. Mit seinen Fesselbildern kommt die westliche Kunstkritik nur schwer zurecht, ebenso mit seinen erotisch-pornografischen Fotos. Seine Meisterschaft ist über kulturelle Unterschiede hinweg unbestritten.

www.arakinobuyoshi.com