MARINA ABRAMOVIC

Konzeptkünstlerin

Geboren am 30. November 1946 in Belgrad. Ihre Eltern waren Partisanen, ihr Großvater Varnava Rosic Patriarch der serbisch-orthodoxen Kirche.
Von 1965 bis 1970 studierte sie Malerei in Belgrad, ab 1973 widmete sie sich der Performance. 1992 bis 1996 war sie Professorin an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, 1997-2004 in Braunschweig. Von 1976 bis 2005 hatte sie ihren Hauptwohnsitz in Amsterdam, seit 2005 lebt sie mit ihrem Mann, dem italienischen Bildhauer Paolo Canevari, in New York.

Werke (Auswahl)
„Balkan Baroque“ bei der Biennale in Venedig 1997. Neben einer Videoprojektion war die Künstlerin jeden Tag damit beschäftigt, frische Rinderknochen abzubürsten und dabei Totenlieder aus ihrer Heimat zu singen.
„The House with the Ocean View“ war im Jahre 2002 eine 12 Tage und 12 Nächte dauernde Performance in der New Yorker Gallery Sean Kelly.
„Easy Pictures“ 2005 im Guggenheim Museum zeigte eigene und andere Performance-Arten in teils revidierter Fassung (u.a. Acconci, Beuys, Export, Naumann).

Ausstellungen (Auswahl)
1975 Museum für Zeitgenössische Kunst, Belgrad
1976 Ambiente, Partecipazione/Strutture Culturali (with Ulay) Biennale, Venedig
1977 Galerie Hetzler und Keller, Stuttgart
1983 The New Gallery of New South Wales (with Ulay), Sydney
1987 Art from Europe, (with Ulay), Tate Gallery, London; Stedelijk Museum, Amsterdam; The Museum of Contemporary Art, Los Angeles; Institute of Contemporary Art, Boston
1989 Stedelijk Museum Amsterdam
1990 Centre Georges Pompidou, Paris; Kunsthalle Düsseldorf
1991 Musée d’Art Moderne, Rio de Janeiro
1992 Neue Nationalgalerie, Berlin; The New Museum of Contemporary Art, New York
1993 Kunstmuseum Barcelona; La Coesistenza dell’Arte, Biennale, Venedig
1994 Centre Georges Pompidou, Paris; Irish Museum of Modern Art, Dublin
1995 Sean Kelly Gallery, New York
1995 Becoming Visible, Biennale, Istanbul
1997 Van Abbe Museum, Eindhoven; Setagawa Art Museum, Tokyo; Biennale, Venedig
1998 Kunstmuseum Bern; Museum of Modern Art, Sydney
2000 Schirn Kunsthalle, Frankfurt; The Museum of modern Art, New York
2004 P.S.1 Contemporary Art Center, New York, USA; Biennal, Whitney Museum of American Art, New York; Generali Foundation, Wien
2005 The Solomon R. Guggenheim Museum, New York
2008 Centre Pompidou, Paris, France; 28e Biennale de Sao Paulo, Sao Paulo; Yokohama Triennale, Yokohama
2010 Museum of Modern Art, New York

Die Performance-Kunst von Marina Abramovic zeugt von mit erheblichem körperlichen Einsatz und manchmal existentiellem Risiko. Um dies zu bewältigen, lebte sie mit ihrem ersten Gefährten Ulay konsequent nomadisch in Tibet und in Australien.
Seit 2005 beschäftigt sie sich mit der Wiederaufführbarkeit von Performance sowie mit dem Schutz von Originalität und Authentizität vis à vis Digitalisierung und Austauschbarkeit im Kulturkonsum.