KURT SCHWERTSIK

Komponist

Geboren am 25. Juni 1935 in Wien. Studium an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. Ab 1955 Hornist beim Tonkünstler-Orchester Niederösterreich. 1958 Gründung des Ensembles für Neue Musik „die reihe“ gemeinsam mit Friedrich Cerha. 1960 in Köln Kurse bei Karlheinz Stockhausen, anschließend bei Mauricio Kagel und John Cage. 1965 Gründung der „Salon-Konzerte“ mit Otto M. Zykan. Ab 1968 Hornist bei den Wiener Symphonikern, dazwischen immer wieder Studienaufenthalte im Ausland. Ab 1979 Leiter einer Kompositionsklasse am Wiener Konservatorium. 1989 bis 2003 Professor für Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Werke (Auswahl)
1968 Draculas Haus- und Hofmusik, Symphonie op. 18
1974 Der lange Weg zur großen Mauer. Oper in zwei Akten. Libretto von Richard Bletschacher
1980-1992 Irdische Klänge. Zyklus für Orchester
1982 Fanferlieschen – Schönefüßchen. Oper. Libretto von Karin und Thomas Körner
1993 Café Museum oder Die Erleuchtung. Oper in zwei Bildern. Libretto von Wolfgang Bauer
1995 Der Ewige Frieden. Operette. Libretto von Thomas Körner
1996 Sinfonia – Sinfonietta
1997 Die Welt der Mongolen. Oper. Libretto von Michael Köhlmeier
2003 Katzelmacher. Oper nach einem Stück von R.W. Fassbinder

„Ich warne jedermann, die eigenen Grenzen zu erkennen.“ (Kurt Schwertsik)
Stilbeschreibung aus eigener Einschätzung: „Ich entzog mich dem angemuteten Verdrängungs- und Anpassungseffekt. Mit Leibes- und Geisteskräften wehrte ich mich dagegen, vom lethargischen Einverständnis der Gesellschaft erdrückt zu werden. Ich nahm mir das Recht, einen frischen Blick auf alle geheiligten Werke unserer Kultur zu tun.“
Schwertsik gehört zu den Pionieren der neuen Musik in Österreich. Seine zugängliche Tonsprache und seine ironischen Skurrilitäten haben ihn zu einem der oft gespielten neuen Komponisten Österreichs gemacht.