GYÖRGY KURTAG

Komponist

Geboren am 19. Februar 1926 in Lugoj, Siebenbürgen. 1946 siedelte er nach Budapest und studierte an der Franz Liszt-Akademie. 1957/58 studierte er in Paris bei Milhaud und Messiaen. Zum Unterschied zu György Ligeti blieb er 1956 in Ungarn und unterrichtete von 1967 bis 1986 an der Liszt-Akademie Klavier und Kammermusik. 1993 ging er für zwei Jahre als „Composer in Residence“ nach Berlin, 1995 war er ein Jahr in Wien, 1999 ein Jahr in Paris.

Werke (Auswahl)
1976-1980 Messages De Feu Demoiselle R. V. TROUSSOVA (Botschaften der verblichenen R.V. Trussova) op. 17 für Sopran und Ensemble 
1979 Omaggio a luigi nono für gemischten Chor 
1985-1987 Kafka-Fragmente op. 24 für Sopran und Violine 
1987-1988 …quasi una fantasia… op. 27/1 für Klavier und Orchestergruppen
1989-1990 Doppelkonzert op. 27/2 für Klavier, Violoncello und zwei Kammerensemble 
1993-1997 Hölderlin-Gesänge op. 35 für Stimme und Instrumente 
1994 Stele op. 33 für großes Orchester 

Kurtag gilt neben Ligeti als der wichtigste zeitgenössische ungarische Komponist. Seine Musik ist geprägt von einer ähnlichen Verdichtung musikalischer Texturen wie bei Anton Webern. Anders als bei Webern ist Kurtags Musik spielerischer und gleichzeitig wiederum konzentrierter.