GEORG BASELITZ

Maler/Graphiker

Geboren am 23. Jänner 1938 als Hans-Georg Bruno Kern in Deutschbaselitz, Sachsen. Ab 1956 an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Ostberlin. Nach zwei Semestern Verweis von der Schule wegen „gesellschaftspolitischer Unreife“. Bis 1963 Fortsetzung des Studiums bei Hann Trier an der Hochschule für bildende Künste in Westberlin. 1960: Die „Rayski Porträts“ als erste gültige Werke. 1961 Künstlername Georg Baselitz.
1963 erste Einzelausstellung in der Galerie Werner & Katz in Berlin. Zwei Bilder werden beschlagnahmt. Der Prozess endet 1965 mit der Rückgabe von „Die große Nacht im Eimer“ und „Der nackte Mann“. 1965 Stipendiat der Villa Romana in Florenz.
1972 documenta 5 in Kassel. Ab 1978 Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. 1980 neben Anselm Kiefer im deutschen Pavillon bei der Biennale in Venedig. 1981 erste Ausstellung in New York. 1982 documenta 7. 1992 Retrospektive im Palais Liechtenstein in Wien. 1995 große Retrospektive im Guggenheim Museum New York.

Ausstellungen (Auswahl)
1972 documenta 5, Kassel
1976 Kunsthalle Bern; Staatsgalerie moderner Kunst, München; Kunsthalle Köln
1980 Biennale Venedig
1981 Xavier Fourcade, New York; Royal Academy of Arts, London
1982 documenta 7, Kassel
1983 Whitechapel Art Gallery, London; Stedelijk Museum, Amsterdam; Kunsthalle, Basel
1990 Kunsthaus Zürich, Kunsthalle Düsseldorf
1995 Guggenheim Museum, New York; Nationalgalerie, Berlin
1996 Musée d’Art Moderne de la Ville, Paris
1997 Modern Art Museum, Fort Worth; Fondation Beyeler, Basel
2001 IVAM, Valencia
2003 Albertina, Wien
2004 Kunst- und Ausstellungshalle, Bonn ; Kunstmuseum Bern
2006 Louisiana Museum, Kopenhagen; Pinakothek der Moderne, München
2007 Royal Academy of Arts, London; Musée d’ Art Moderne, St. Étienne; Albertina, Wien; Omaggio a Vedova. Biennale Venedig; Deichtorhallen Hamburg
2008 Galerie Thaddaeus Ropac, Paris
2009 Museum der Moderne Salzburg

Baselitz ist eine der großen künstlerischen Persönlichkeiten des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Sein persönliches Verhalten und sein kritischer Malstil stehen in einem direkten Verhältnis zu den Entwicklungen der Nachkriegszeit. Es geht um Tabubrüche („Die große Nacht der Eimer“ 1962/63), um die Positionierung der Malerei gegenüber der Wirklichkeit (Bilder, die auf dem Kopf stehen, ab Mitte 70er Jahre) und um die sogenannten „Russenbilder“, die den sozialistischen Realismus verfremden. Baselitz’ Wille zur Veränderung „reformiert“ sogar die Werke der eigenen Vergangenheit.